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Forum logoFora » Leeshulp/transcriptie gevraagd » Leeshulp gevraagd bij 5 bladzijden uit een dagboek geschreven in Oud Duits.

Beste Leo,

Alle hulp is welkom. Wel graag in overleg met Chris van Dijkum

Pauwel zal voor mij de andere bladzijden op het forum zetten.

Ik ben zo benieuwd......

Carino van Remmen

@ Leo Janssens

Bladzijde 2 is ook goed. Dan doe ik weer blz. 3 als die doorkomt. Als ik het goed begrijp zijn er in totaal 5 bladzijden.

Chris van Dijkum

@ Chris Dijkum en @ Leo Jansens

Wat geweldig dat jullie dit willen doen. ik wordt gewoon emotioneel bij het lezen over mijn moeder.

Er zijn 6 bladzijden gevonden, dus ieder zou er 3 kunnen doen.

Hartelijk dank.

Carino van Remmen

3

  1. Weihnachten bekam sie eine Puppenstube die ihr Onkel
  2. Karl Schulze gebaut hatte. Inneneinrichtung sehr komfor-
  3. table mit elektr. Licht. Wir hatten gedacht, daß sie damit
  4. gut spielen würde aber die Entäuschung war groß.
  5. Da sie gern geschrieben hat, bekam sie auch Hefte zum
  6. kritzeln; und siehe da.
  7. Die Puppenstube mußten wir nach einiger Zeit weg-
  8. stellen da sie gar nicht damit gespielt hatte.
  9. Sie konnte Stunden lang Bilder oder Ähnliches ausschneiden.
  10. Auf einem Stück Kanevas stickte sie kreuz u. quer aber zog
  11. es nicht zusammen. Auch spielte sie gern mit ihren Teddies,
  12. Puppen u. Wagen, Pferd u. Bälle.Bei Mutter Schumann
  13. ging sie gern, aber geschlafen hat sie selten da, immer wollte
  14. sie mit nach Haus. Im letzten halben Jahr hat sie schon
  15. abwaschen helfen, essen reintragen, aufwischen, einholen
  16. usw. Legten wir ein Bogen Papier beiseite, wo noch
  17. etwas Platz zum schreiben war hatte sie es weg.
  18. Mit dem schreiben war das bald ein bißchen doll.
  19. Auch spielte sie gern mit ihrem Halmaspiel.
  20. 4 Wochen vor Weihnachten kauften wir uns einen Tischapparat.
  21. Der mußte natürlich spielen wenn „der Papa“ zu Haus
  22. war.Sie konnte nach 4 Wochen schon eine menge vom
  23. Text, welchen sie mitsang. Am liebsten hörte sie die
  24. Platten „Arzt als Neugebauer“[?] und Zigeunerkind wozu
  25. sie immer sagte die Quak Quak-Platte hört sie am
  26. liebsten. Zu Weihnachten bekam sie eine Schreipuppe 16,50
  27. ohne Zeug; das hat ihr Mutter Schum. gemacht und da sie gern
  28. geschrieben hat eine Tafel. Ihre Flache nahm sie noch jeden
  29. morgen u. jeden Abend. Erzählen tut sie gern überhaupt.
  30. Das Auffassungsvermögen war sehr gut. So z. B. nahm
  31. sie sich Zeitungen oder sonstige Schriften und schrieb von da
  32. HEPSNMWVA ab.Bei Tante Meier „welche unsere
  33. Nachbarin war“ ging sie gern. Die letzte Zeit stotterte sie sehr viel.
  34. Mittagbrot aß sie nicht allzuviel. Pudding nahm sie gerne zu sich. 

Chris van Dijkum

5

  1. Hamburgichs[?] angeblich an Masern gelegen hat. Aber hier waren es wahrscheinlich
  2. die Röteln und in Haselhorst die richtige Masern. Das Fieber kam bei ihr bis 39.4.
  3. Aber das neue Jahr 1932 hat sie mit Papa u. Mama doch angestoßen natürlich
  4. in ihrem Bettchen und bei einer Tasse Kaffee u. Pfannkuchen. Am 7.1. ging
  5. die Schule wieder an, haben sie aber noch auf einer Woche frei gemacht.
  6. 1932. Die Zensuren waren immer sehr gut. Schreiben u. rechnen konnte sie
  7. sehr nett. Sticken und malen war ihre Lieblingsbeschäftigung.
  8. 1933. Lies Sie sehr nach mit dem häuslichen Arbeiten z.B. abtrocknen usw. Jetzt
  9. spielte sie gern Karten z. B. Teppich legen. Mensch ärgere dich nicht konnte
  10. jeden Tag gespielt werden. Aber gespielt hat sie tipp, topp mit ihrem Bruder.
  11. Auch konnten wir schon des öfteren einen Weg gehen, sie hat den Herbert[?] hingelegt,
  12. und haben geschlafen wie die Ratten.
  13. 1934 Zeichnen und Sticken tut sie weiter gern. Auch fing sie schon in Zei-
  14. tungen an zulesen. Zensur wieder gut. Stottern ließ nicht nach.
  15. 1935. Lesen und nochmals lesen. In Zeitungen tat sie jetzt viel lesen. In der Schule
  16. sehr fleißig und die Arbeiten alle sauber ausgeführt. Auch ging sie zu gern schlen-
  17. dern. Wenn ihr irgend etwas versucht wurde z. B. Kientopp od. Zoo gehen, dann
  18. war sie nicht zu gebrauchen. In der Schule fing sie an Strümpfe zu stricken.
  19. 1936. Fing sie schon an mit der Stenographie, welche ihr gar nicht schwer fiel. Das Sprechen
  20. blieb bis dato ein Schmerzenskind. Spielen: Halma, Romen, Mensch ärgere dich
  21. usw. Stundenlang. Ebenfalls lesen konnte der Tag nicht lang genug sein.
  22. Wenn die Zeitung kam das Erste war die Geschichte.
  23. Am 15.9.36-21.10.36 wurde sie von der N.S.J. nach Thüringen (Reuden)
  24. Kr. Zeitz verschickt. Als sie wiederkam, konnte sie gar nicht genug erzählen.
  25. Ihr Pflegeeltern waren sehr gut gestellte Leute (Direktor eines Fabrik.)
  26. Zensur ist sehr gut ausgefallen. In diesem Jahre hat sie sich noch frei-
  27. geschwommen. Radfahren konnte sie auch schon. Walzer und Polka
  28. konnte sie vortrefflich tanzen. Mit dem lesen wurde es immer ärger.
  29. Die klotzige Ruhe und Gleichgültigkeit müssen sehr viel dazu beigetragen haben,
  30. denn sie legte furchtbar aus. Was der Mama nicht mehr paßte und der
  31. Tante Lenchen zu klein wurde hatte Ruthen getragen. Auch wurde sie
  32. immer wißbegieriger; welches ich als Vater durchaus nicht übel nahm
  33. sondern ihr gern in jeder Weise alles erklärt habe. In der II Kl. nahm
  34. sie an der Kurzschrift teil. Da ich selbige beherrschte, fiel es ihr nicht so schwer.

Chris van Dijkum

Beste Chris,

Geweldig en  hartelijk dank. JuichendJuichendJuichend

Wat bent u snel met de transcriptie.

Zo leuk om dit te lezen over mijn moeder.

 

Met vriendelijke groet,

Carino van Remmen

Carino van Remmen

Hier alvast 4

4

  1. 1930 Gestickt und geschrieben hat sie immer noch sehr gern. Auch hat sie
  2. noch viel erzählt. Hat die Mama mal vom Geschirr etwas entzwei ge-
  3. macht, so war es das erste wenn der Papa zur Tür rein kam daß ich
  4. dieses erfuhr. Eins konnte sie nicht so recht begreifen. Wenn der
  5. Papa zu Haus kam sollte sie doch immer zu erst guten Abend sagen.
  6. So oft wir ihr dieses gesagt haben, so oft hat sie es vergessen. Am Ende des
  7. Jahres hatte sie sich dieses auch abgewöhnt und kam schon an der Tür
  8. um guten abend zu sagen. Was Schlauheit anbelangt war sie zu
  9. schlau. Im Juni hatten wir uns mit den Nachbarn verkriecht. Es dau-
  10. erte nicht lange hatte sie es spitz bekommen, daß da etwas nicht
  11. in Ordnung war. Von Stunde an ging sie nicht mehr zu den
  12. Nachbarn rein. Der Mama nahm sie schon eine menge Arbeit ab.
  13. So z. B. tat sie gern Geschirr abtrocknen und Staub wischen. Als die
  14. Mama einige Tage das Bett hüten mußte, tat sie wie eine Große.
  15. Am Ende des Jahres spielte sie schon lieber mit ihren Bruder. Auch hat sie
  16. ihm gern gehabt. Nur ihre Spielsachen dürfte niemand nehmen.
  17. Von der Schule faselte sie sehr viel. Glauben daß sie mal gern zur Schule
  18. geht und auch fleißig wird. Einen großen Fehler hatte sie. Wenn wir mal
  19. fortgehen wollten und sie hatte es gemerkt, dann war nichts zu machen.
  20. Ein Beispiel: Mutter Schumann war einen Abend bei uns. Wir wollten
  21. Muttern bis zur Ecke bringen und waren in einer ¼ Stunde wieder ran.
  22. Aber welch ein Graus, gebrüllt hat sie wie ein Löwe. Nachdem ich ihr orden-
  23. lich durchgewalkt habe weil sie immer ihren Willen beanspruchen
  24. wollte hat sie aber zu Mama gesagt - jetzt könnt Ihr schon fortgehen.
  25. 1931 Wie schön konnten wir von nun an mal einen Weg gehen. Den Kleinen
  26. hat sie bemuttert, überhaupt hatten sie sich sehr gern. Geschrieben u. gemalt hat
  27. sie immer noch so gern. 30 Zettel so groß wie dieser Bogen hat sie in einem
  28. Tage voll gekritzelt. Die Zahlen von 1-20 (mit Misthaufen wurde es genannt)
  29. hat sie geschrieben und dann mußte Papa ran aber sie hat nachher allein
  30. weitergemacht und auch noch Käsekästchen dazu zur Abwechslung. In der Schule
  31. war sie gern lieber eine ½ Stunde früher von Haus fort als es Zeit war. Geschrieben
  32. hat sie gern und auch gut. Es machte ihr auch schon Spaß allein zur Tante Frieda
  33. zu gehen. Am 2 Feiertage kamen bei ihr die Masern zum Vorschein. Am 28.12. holten
  34. wir den Arzt da wir doch annahmen es wäre etwas anderes weil sie schon in der

Chris van Dijkum

En hier komt Seite 2. Mijn deskundige was enige tijd met vakantie.

Seite 2

Wäre das kleine Baby nicht dagewesen, die Mama hätte noch schlechtere

Tage durchkosten müssen,als wie sie durchgemacht hat. Denn die Mama

brauchte nur zeigen, dass sie weint, sofort sagte die kleine: Mama nicht

weinen. Denn jetzt spricht sie schon vorzüglich und kannte auch alles

verstehen, was sie meinte. Wenn man ihr (sic) fragte: [Röschen] wo ist

denn der liebe Erwin hin? Kam die Antwort: “oben auf dem

Himmel auf dem Friedhof und schläft. Mama …………………………………..

………………………………………….. Gespielt hat sie jetzt schon

ganz schön, bloß es musste jemand bei ihr sein.Ging die Mama

von der Küche und der Stube, so musste sie mit. Weihnachten bekam

sie einen Puppenwagen 4. Puppen; die Freude war gar nicht zu

denken. Kurz vor Weihnachten fiel sie vom Stuhl über direkt von

oben runter auf dem Kopf. Gott sei Dank hatte das keine weiteren Folgen.

1928. An der kleinen hatten wir jeden Tag unsere Freude. Erzählen hat sie

zu gern. Man kannte sicch mit ihr wie mit einer Großen unter-

halten. In der ......... oder vor dem Schaufenster konnten sich die Leute

immer über sie köstlich amusieren. Gespielt und geschrieben sowie

was vorgelesen ....... hat sie gern. Von Muttern hat sie ein Stück Seide

bekommen. Damit hat sie bald ein Jahr wunderbar mit gespielt.

Ihr Auffassungsvermögen wurde immer größer. Im Alter von 3 1/5

brauchte man ihr nur einige Mal was vorerzählen, das hatte sie bald

weg. Man musste sich ..... darüber wundern, dass sie allem im

Kopf behielt, bei bleettern blieb sie nicht und schlief auch nicht so gerne

wie Erwin. Ihren Erwin hatte sie niemals vergessen. Im Sommer

bin ich einige Mal mit dem Rad rausgefahren, um sie einen

Sitz machen, denn sie wollte unbedingt mit. Tante Leuchen

war sie sehr gut. Auch dem Onkel gegenüber war sie immer sehr

freundlich. Am 5.12. wurde sie aber kränklich; hatte Fieber

wir hatten ihr gleich Teertropfen eingegeben, welche die Wirkung hatten,

dass sie er deutlich gebrochen hat. Die ganzen Erbsen und die Milch, die sie

getrunken hatte, kamen raus. Am 7.12. musste sie das Bett

hüten. Am 6.12 war mit ihr gar nichts los; aber am 7.12. war sie

schon mobil,sie sang u. Spielte schon wieder. Mit Perlen, Geld, Brille

spielte sie sehr gern. Eine Flasche Milch jeden morgen

 

Op sommeige plekken bleek de tekst althans nu niet te ontcijferen. (Ik blijf verder zoeken.) En de regelnummers uit mijn Word-document zijn niet meegekopieerd.

Ik zie dat Chris van Dijkum zich ook al gewaagd heeft aan blz. 4.

Wat moet ik nu nog (laten) doen?

Groeten

Leo Janssens

Leo Janssens

Niets meer, hier is nr. 6:

6

  1. 1938 Die Zensur in der II Kl. ist sehr gut ausgefallen. Natürlich wurde sie ver-
  2. setzt in d. I Kl. somit alle Kl. gut überstanden. Da sie schon aussah wie
  3. eine 16. Jährige ging sie gern zum Vergnügen. Hier hat sie aber gesessen
  4. und sehr wenig erzählt. Hat sie mit jemand getanzt erzählte sie auch nichts.
  5. Die Zensur im Okt. war sehr gut. Im Novemb. hat sie sich zum
  6. Pflichtjahr gemeldet. Hoffentlich macht sie dann wenn sie wieder
  7. kommt gern eine Schürze um. Fein hat sie sich gern gemacht.
  8. Weihnachten wollte sie so gern einen Schmuck, Armband oder Uhr.
  9. 1939. Mit dem Pflichtjahr ist es nichts geworden. Am 26. März wurde unsere Süße
  10. eingesegnet. Die Einsegnungsfeier war prima, Blumen und noch mal
  11. Blumen, 15 schöne Töpfe, 52 Karten, Geschenke und 30 Mark.
  12. Ihre letzte Zensur ist wirklich gut ausgefallen. Sie hat gleich mit dem
  13. Pflichtjahr begonnen, Wilhelm Os?, Klosterstr. 3 b)? Poppe. In der Kurzschrift erreichte
  14. sie bei Schulentlassung 110 Silben! Zu Kurzschrift hatte sie nachher
  15. nicht mehr die richtige Interesse. Am 15.11. bei Bäckermeister
  16. Hickstein Spandau Kinkelstr. als Pflichtjahrmädchen angefangen.
  17. 1940. Juni, in Pichelsdorf Bootsbau Reinicke im Büro angefangen.
  18. 20.00 die Woche. Hier hat sie schnell die Schreibmaschine erlernt.

Chris van Dijkum

De naam van dit handschrift is "Sütterlin".

Leo Janssens


Een paar aanvullingen en verbeteringen bij S. 2:

1 schwerere
4 konnte bald
5 Rutchen
6 Erwinchen
7 "Mama haus gehen bei
8 Erwinchen und bumen? haus tagen."
10 nach
11 u.
13 weitere
14 tat
15 konnte
16 Bahn
20 3½
22 tatsächlich drüber
23 Muttern
25 mußte
26 Lenchen
28 etwas
30 ordentlich
31 6. u. 7.12
33 Bälle
34 u. Mundharmonika

Chris van Dijkum




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